Überschwemmung, @Ideal-Versicherung, Fotolia 170541054

Warnung vor Infektionskrankheiten in den Überschwemmungsgebieten

Die Feuerwehren warnen alle Betroffenen und Helfer in den Überschwemmungsgebieten vor Infektionskrankheiten, die sich bei den Aufräumarbeiten verbreiten könnten. Es besteht ein erhöhtes Risiko!

Durch die Überflutung besteht in weiten Teilen des Landes ein erhöhtes Risiko an Infektionskrankheiten zu erkranken. Darauf weist das Amt für Brand- und Katastrophenschutz (Feuerwehr) hin. Insbesondere sind eine Erhöhung von fäkal-oral übertragbaren Erkrankungen, besonders bei Aufräumarbeiten, zu verzeichnen.
Soweit es möglich ist, sollte der direkte Kontakt mit Schmutzwasser, Schlamm, Tierkadavern, verunreinigten Flächen und Geräten vermieden werden. Es empfiehlt sich, Aufräumarbeiten ausschließlich mit Schutzmaterial (z.B. Gummistiefel, wasserabweisende Kleidung und wasserdichte Handschuhe) durchzuführen.

Außerdem besteht durch die Aufräumarbeiten eine erhöhte Verletzungsgefahr, so dass man auf einen bestehenden Tetanus-Schutz achten sollte. Eine Tetanusimpfung muss alle zehn Jahre aufgefrischt werden.

OP-Mundschutz reicht nicht aus

Bei stark spritzendem oder versprühendem Wasser sollte zusätzlich eine FFP2-Maske oder ein ähnlicher Schutz getragen werden, so die Feuerwehr, ein OP-Mundschutz kann keinen ausreichenden Schutz der Atemwege bieten. Kinder, immungeschwächte Menschen und Personen mit offenen Wunden sollten sich an Aufräumarbeiten wegen eines erhöhten Infektionsrisikos nicht beteiligen.

Um das Risiko einer übertragbaren Krankheit zu minimieren, muss man konsequent auf die Einhaltung der Handhygiene achten. Vor Gesichtsberührungen (auch Rauchen), der Nahrungszubereitung sowie beim Essen müssen die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Eine Desinfektion der Hände reicht in den meisten Fällen nicht aus, da die Verschmutzungen der Haut und unter den Fingernägeln nicht beseitigt werden und man nur den Schmutz oberflächlich desinfiziere.

Nach Abschluss der Arbeiten, so die Feuerwehr, sollte man gründlich Duschen. Verunreinigte Kleidung oder Textilien sollten bei 60°C gewaschen werden.

Pathogene Erreger und Gefahrenstoffe

Trinkwasser aus Brunnen in Überschwemmungsgebieten müssen vor einer erneuten Nutzung labortechnisch untersucht werden, da sich hier pathogene Erreger und andere Gefahrstoffe angesammelt haben könnten. Von einer Wasser-Nutzung aus Bächen und Teichen nach einer Überschwemmung zur Versorgung von Gemüse- und Obstanbauten rät die Stadt aus dem gleichen Grund ab.

Lebensmittel aus Überschwemmungsgebieten, die mit dem Flutwasser in Berührung gekommen sind, dürfen NICHT mehr konsumiert werden. Sie sind über den Hausmüll zu entsorgen. Koch- und Essgeschirr müssen vor der Nutzung gründlich gereinigt werden, optimalerweise mit über 60°C heißem Wasser.

Zum Schutz vor Insektenstichen sollten Sie geschlossene Kleidung tragen. Die Entsorgung von Gülle, Fäkal- und Sammelanlagen sowie organischen Überschwemmungsresten (z.B. Speisereste) sollte so schnell wie möglich erfolgen. Beim Auftreten von Krankheitsanzeichen wie Fieber, Durchfall, Erbrechen, Verletzungen und anderen gesundheitlichen Problemen, die In Verbindung mit den Aufräumarbeiten stehen, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.


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